Lange Zeit war das Lackieren die einzige Möglichkeit,
um beschädigte Fahrzeuge instand zu setzen. Allmählich
setzen sich allerdings nach und nach neue Verfahren der Hagelschadenreparatur
durch, die zu enormen Einsparungen bei den Reparaturkosten beitragen.
Die Vor- und Nachteile der Reparaturmethoden sollen hier kurz dargestellt
werden.
Bei der Beseitigung von Hageldellen durch Lackieren gibt es zwei
Vorgehensweisen:
1. Die Hageldellen werden großflächig angeschliffen.
Danach wird ein Füllspachtel aufgetragen. Sobald dieser getrocknet
ist, wird er glatt geschliffen und der neue Decklack wird aufgetragen.
2. Das Blech wird mittels eines Brenners erhitzt. Dadurch wölbt
sich die Hageldelle nach außen. Die Wölbung wird mit
einer Feile abgeschliffen und neuer Lack wird aufgetragen.
Die Nachteile des Lackierens liegen auf der Hand:
Die Fahrzeuge erleiden durch die Neulackierung einen Wertverlust
und die Reparaturkosten sind im Vergleich zum Ausbeulen
sehr hoch.
Bis vor kurzem galt das Lackieren als die einzige Möglichkeit,
um größere Hageldellen zu entfernen. Zwar wurden in der
Automobilindustrie schon seit langem kleinere Dellen ohne Lackbeschädigung
herausgedrückt, aber die Ausbeultechnik war noch nicht weit
genug vorangeschritten, um auch größere Schäden
zu beheben. Dies hat sich inzwischen geändert. Heute können
auch schwere Hagelschäden durch Ausbeulen
repariert werden.
Reparatur durch Ausbeulen