Hagel


Hagel - ein ungebetener Gast

Hagelunwetter treten in Europa regelmäßig in den Sommermonaten auf. Am stärksten ist der Süden von Deutschland sowie Österreich und die Schweiz von Hagel betroffen. Dort gehen über 25% aller Schäden, die durch Naturkatastrophen verursacht werden, auf den Hagel zurück.

Ursachen und Entstehung


Hagel entsteht, wenn Wassertröpfchen aus den niedrigen Schichten von Gewitterwolken durch starke Aufwinde in die Frostzonen der Wolken transportiert werden und dort gefrieren. Danach fallen die neu entstandenen Eiskristalle in tiefere Luftschichten und nehmen neues Wasser auf. Die Aufwinde bewirken, daß die Eiskristalle gegen die Schwerkraft in der Luft gehalten werden und erneut in die kalten Luftschichten befördert werden. Dieser Vorgang kann sich sehr oft wiederholen. Mit jedem Aufsteigen verdichtet sich das Hagelkorn durch Eisanlagerungen zu einer immer größer werdenden Eiskugel.
Sobald die Hagelkörner so schwer sind, daß sie von den Aufwinden nicht mehr getragen werden können, stürzen sie in einer gewaltigen Sturmböe aus den Wolken hinab. Da ihre Fallgeschwindigkeit sehr groß ist, reicht die Zeit bis zum Aufprall nicht aus, um das Eis vollständig zu schmelzen.
Das Ergebnis ist ein Hagelschauer.

 

Klimawandel und Hagelunwetter

Wie erwähnt sind es besonders Süddeutschland, Österreich und die Schweiz, die unter Hagelschäden zu leiden haben. In den letzten Jahren hat der Hagel allerdings auch vermehrt Gebiete erfasst, die in der Vergangenheit nur selten betroffen waren. Allgemein ist eine klare Zunahme von Hagelereignissen zu verzeichnen. Den Grund für den deutlichen Anstieg sehen Meteorologen und Klimaforscher in der Erwärmung der Erdatmosphäre. Sie rechnen mit einer weiteren Zunahme von Naturkatastrophen wie dem Hagel.